Das feiern wir an diesem Tag...
1908 feierte man das 50 jährige Fest der 1. Erscheinung Mariens in Lourdes (11.02.1858).
Man erkor diesen Tag zum neuen Marienfesttag "Erscheinung der unbefleckten Jungfrau Maria".
Gründe dazu waren primär die Visionen der Bernadette Soubirous für die neuzeitliche Frömmigkeit, sekundär die feierliche Verkündigung der Glaubensüberzeugung von der unbefleckten Empfängnis Mariens im Jahre 1854.
"Gedenktag unserer Lieben Frau von Lourdes" unbenannt wurde es erst in der nachvatikanischen Neuordnung.
Vom 11. Februar 1858 an soll der 14-jährigen Bernadette Soubirous an der Grotte von Massabielle beim Fluss Gave du Pau wiederholt die Mutter Gottes erschienen sein. Während einer dieser Visionen legte Bernadette eine Quelle in der Grotte Massabielle frei, deren Wasser bis heute als heilkräftig gilt. Derzeit pilgern jährlich vier bis sechs Millionen Besucher nach Lourdes, Tausende nehmen, im festen Glauben an eine mögliche Heilung ihrer Krankheiten, Verletzungen oder Altersbeschwerden, jährlich an Bädern im Quellwasser teil.
Untersuchungen konnten allerdings keine außergewöhnliche Mineralstoffzusammensetzung des Quellwassers feststellen, es hat im allgemeinen Sprachgebrauch Trinkwasserqualität. Die römisch-katholische Kirche sah diese Erscheinungen zunächst mit Argwohn an. Erst nach einiger Zeit glaubten auch Priester und Bischöfe dem Hirtenmädchen. Als der Ortspfarrer Peyramale Bernadette aufforderte, die Erscheinung nach ihrem Namen zu fragen, und Bernadette als Antwort den Namen „unbefleckte Empfängnis“ – ein theologischer Terminus, der erst kurz zuvor vom Papst dogmatisiert wurde und den Bernadette als einfaches Bauernmädchen kaum kennen konnte – überbrachte, war er von der Authentizität der Erscheinung überzeugt.
Darauf entstand bei der Grotte ein „heiliger Bezirk“ mit mehreren großen Kirchen, der Basilika der unbefleckten Empfängnis, einer Rosenkranz-Basilika, einer Krypta und einem Prozessionsplatz. Der Ort zieht seither Millionen von Pilgern an, darunter viele Kranke, die sich vom Wasser, dem Wunderheilungen zugesprochen werden, Hilfe versprechen. Es soll in mehreren tausend Fällen zu Spontanheilungen gekommen sein, von denen die katholische Kirche bisher 67 als Wunderheilungen anerkannte.
An zahlreichen Orten gibt es Nachbildungen der Grotte, sogenannte „Lourdes-Grotten“.